FN-Bundeskaltblutschau vom 7. bis 9. Oktober 2022

Kaltblutpferde auf dem Laufsteg

München-Riem

Vom 07. bis 09. Oktober 2022 wurde die Olympia-Reitanlage zum Austragungsort für die 09. FN-Bundeskaltblutschau. Über 100 Kaltblutpferde der Rassen Rheinisch-Deutsches, Schwarzwälder und Süddeutsches Kaltblut traten an und bewarben sich um die schwarz-rot-goldenen Schärpen, die nur alle vier Jahre vergeben werden. Nach der erneuten Absage der Grünen Woche im Januar, wurde, auch aufgrund der Initiative des Bayerischen Rassevorsitzenden Florian Schelle, die Austragung nach München-Riem in Kombination mit der Bundesstutenschau der Haflinger und Edelbluthaflinger verlegt. Unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, begann der Freitag mit den Süddeutschen Kaltblütern, der am stärksten vertretenen Kaltblutrasse im Rahmen der ganzen Schau. Die Richtergruppe, bestehend aus Josef Erhart, Katrin Tosberg und Antje Lembke, durfte aus der großen Anzahl qualitätsvoller Pferde die Bundessieger und -reservesieger in den Kategorien „Hengst“, „Jungstute“ und „Altstute“ küren. Torsten Große-Freese führte mit zahlreichen zusätzlichen Hintergrundinformationen zu jedem einzelnen Pferd durch den Tag.

Süddeutsches Kaltblut – Hengste

Insgesamt zehn Hengste stellten sich den kritischen Augen der Kommission an der Hand ihrer Vorführer auf dem Dreieck in der Olympia-Reithalle.

Zum Bundessieger des Jahres 2022 avancierte Venturin v. Veitel aus der Elite- und Staatsprämienstute Peggy v. Solero/Valmet. Der Dunkelfuchs mit hellem Langhaar stammte aus der Zucht von Andreas Schneider, Ottobeuren, und steht im Besitz von Christian und Lisa Hollinger sowie Hermann Ober, Traunstein. Der 2017 geborene Venturin kann bereits 37 Nachkommen vorweisen. Der bestens bemuskelte, sich mit souveräner Ausstrahlung präsentierende Hengst zeigte seinen Schritt stets gelassen, schreitend und sich im Trab mit deutlichem Schub aus der Hinterhand, so der Kommentar des Richtergremiums.

Verry, ein Sohn des Venberg aus der Prämienstute Heidi v. Nasall/Foergenthal, trabte zum Bundesreservesieg. Der 2015 geborene Hengst stammte aus der Zucht von Raimund Schützinger, Palling, und wurde von Florian Wörndl, Bernau, ausgestellt. Der sich mit männlichem Ausdruck und einem kraftvollen Körper präsentierende Sieger seiner Körung im Jahr 2017 kann bereits auf 49 Nachkommen blicken.

Drei weitere Hengste erhielten im Rahmen des Schauwettbewerbs den Titel „Bundesprämie“.

Daimler S v. Dirill aus der Staatsprämienstute Bella v. Samuel/Schwarz-Weiss aus der Zucht von Anna Mayer, Dietramszell, und dem Besitz von Johann Schelle, Deisenhofen, war einer der drei Hengste, die nun den Titel „Bundesprämienhengst“ führen dürfen.

Des Weiteren waren es Valegro v. Veron aus der Elite- und Staatspämienstute Fürstin v. Rion/Donnerhalll, gezogen von Sabine und Sebastian Grandauer, Nussdorf, und ausgestellt von Onno Oltmanns, Moormerland, und Rivero v. Rubinstein aus der Staatsprämienstute Normandie v. Geronimo/Schlehdorf. Züchter und Aussteller war hier Anton Mair, Polling.

Süddeutsches Kaltblut – Jungstuten

Die zur Siegerin der bayerischen Landesschau 2021 gekürte Oxana v. Volvo aus der Elite- und Staatsprämiensute Odessa v. Schachen/Dionys darf sich 2022 auch mit dem Titel der Bundessiegerstute schmücken. Die Staatsprämienanwärterin aus der Zucht und dem Besitz von Josef Steinle, Diessen a. Ammersee, wusste im Rahmen ihrer Präsentation an der Hand zu überzeugen und punktete besonders durch ihren hervorragenden Typ sowie ihr raumgreifendes, gelassenes Schreiten im Schritt.

Zur Bundesreservesiegerin kürten die Richter an diesem Tag die Staatsprämienstute Monamour v. Samuel aus der Elite- und Staatsprämienstute Marie v. Garant/Dirnstein. Die 2017 geborene Stute wurde von Xaver Büchl, Rottach-Egern, gezogen und ausgestellt. Der Dunkelfuchs mit hellem Langhaar präsentierte sich mit weiblich-charmantem Typ und guter Dreiteilung im Körper. Ihr Vortrag im Schritt war geregelt bei genügend Fleiß und der Trab stets taktsicher und im Bergauf.

Fünf weitere Jungstuten konnten sich den an diesem Wochenende den Titel „Bundesprämienstute“ sichern.

Die Staatsprämienanwärterin Fina G v. Sixtus aus der Staatsprämienstute Fanny G v. Salvator II/Rio, aus der Zucht und dem Besitz von Sabine und Sebastian Grandauer, Nussdorf, erfüllte alle Kriterien für den Titel.

Ihr gleich tat es die Staatsprämienanwärterin Finerl v. Rißbach aus der Staatsprämienstute Flora v. Schlern/Romberg, gezogen und ausgestellt von Josef Raßhofer, Reichersbeuern.

Die Dritte im Bunde war die Staatsprämienstute Vrieda v. Simba aus der Staatsprämien- und Leistungsstute Venia v. Vigo/Schirkan II. Ausgestellt wurde Vrieda von ihren Züchtern Klaus sen. und Klaus jun. Ebert, Abtsgmünd.

Ebenfalls zur Titelträgerin avancierte die Staatsprämienstute Heleni v. Sultan aus der Staatsprämienstute Hanni v. Voltaire/Donnerhall aus der Zucht und dem Besitz von Martin Höck jun., Beuerberg.

Aus der Zucht der Scholz GbR H.B.E., Marktoberdorf, stammte die Staatsprämienstute Douglas v. Nussknacker aus der Staatsprämienstute Dorina v. Safir/Nebel. Ausgestellt wurde neue Bundesprämienstute von Clemens Scholz, Marktoberdorf.

Süddeutsches Kaltblut – Altstuten

Zur schwarz-rot-goldenen Titelträgerin bei den Altstuten avancierte Monarchin v. Samuel aus der Elite- und Staatsprämienstute Mercedes v. Natal v. Oberland/Vampir I. Sie stammte aus der Zucht und dem Besitz von Josef Bachmair, Rottach-Egern, und trägt bereits den Titel Staatsprämienstute. Besonders hervorzuheben ist das sehr gute Interieur der bereits fünffachen Fohlen-Mutter, bei jeder Präsentation strahlte sie große innere Ruhe und Erhabenheit aus. Des Weiteren war ihr raumgreifender, fleißiger Schritt, durch den Körper fließender Schritt hervorzuheben.

Den Bundesreservesieg in dieser Kategorie sicherte sich die Landeschausiegerin von 2016, Pipa v. Regent aus der Elite- und Staatsprämienstute Pirella v. Normano/Ramsprinz. Ausgestellt und gezogen wurde die Braune von Vitus Gasteiger, Irschenberg. Die bedeutend aufgemachte Staatsprämienstute gefiel besonders mit ihrem leichtfüßigen, taktsichern und stets in guter Aufrichtung vorgetragenen Trab.

Vier Stuten in dieser Altersklasse sicherten sich die Bundesprämie. Dies waren im Einzelnen:

Aus der Zucht von Günter Sprenzel, Burggen, und ausgestellt von Sebastian Erhart, Burggen, war das die Staatsprämienstute Rivera v. Rivero aus der Elite- und Staatsprämienstute Ronja v. Safir/Vagabund.

Die Staatsprämienstute Nevada v. Schönbrunn aus der Staatsprämienstute Naomi v. Volvo/Foergenthal, aus der Zucht und dem Besitz von Benedikt und Martin Bacher, Fischbachau, wurde ebenfalls von der Kommission mit einer Prämie bedacht.

Von Josef Kotz jun., Schwangau, wurde die Vincent/Vario/Veltino-Tochter Papagena ausgestellt. Die aus der Zucht der Scholz GbR H.B.E., Marktoberdorf, stammende Staatsprämienstute trägt nun den Titel Bundesprämienstute.

Die Jurano-Tochter Ulla aus dem Züchterstall von Xaver Ebenbeck, Herbertsfelden, wurde mit dem begehrten Titel ausgezeichnet. Ausgestellt wurde die Tochter der Leistungsstute Uta v. Veltiner v. Oberland/Nebraska von Xaver und Jaqueline Ebenbeck, Herbertsfelden.

Insgesamt wurde im Rahmen der 09. FN-Bundeskaltblutschau fünf Hengsten und 13 Stuten der Rasse Süddeutsches Kaltblut der Titel Bundesprämie verliehen.

Der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. möchte sich an dieser Stelle noch einmal für das, durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. sowie der anderen Deutschen Zuchtverbände, entgegengebrachte Vertrauen hinsichtlich der Ausrichtung dieser Bundesschau in Kombination mit der Bundesstutenschau der Haflinger und Edelbluthaflinger bedanken.

Des Weiteren gilt der Dank unseren großzügigen Sponsoren, Unterstützern und Helfern, allen voran der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung und der BayWa AG, ohne die Veranstaltungen in dieser Dimension nicht zu bewältigen wären.

Wir gratulieren allen Züchtern, Besitzern und Ausstellern zu ihren herausragenden Zuchtprodukten und freuen uns auf deren weitere Entwicklung.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Bundeskaltblutschau 2022 >>>

 

 

 

 

 

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