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Rückblick Bundesdeutsches Fohlenchampionat 2013

Bundesdeutsches Fohlenchampionat 2013

Im Rahmen der FN-Bundesstutenschau trafen sich am Sonntag den 25. August 2013 insgesamt 61 Stut- und Hengstfohlen der Rassen Haflinger und Edelbluthaflinger in der Olympia-Reithalle in München-Riem und wetteiferten um die Championatstitel. Auf zwei parallelen Ringen präsentierte sich der Nachwuchs den fachkundigen und kritischen Kommissionen. Bei den Stutfohlen fungierten Heinrich Becker, Bernhard Heistinger und Ludwig Köpf als Richter. Bei den Hengsten oblag dieses Amt Ulrich Böker, Helmut Gossner und Josef Seemüller.

Gute Mütter – gute Töchter

Auch wenn erfahrene Züchter wissen, dass diese einfache Gleichung nicht immer aufgeht, beim 1. Bundesdeutschen Fohlenchampionat traf sie zu. Gleich mehrere hochdekorierte Stuten waren mit ihren überragenden Töchtern im Endring dieser wegweisenden Veranstaltung vertreten. Allen voran Dina v. Nostradamus, die spätere Bundessiegerin aus dem Stall von Barbara Müller aus Obermaiselstein.
Die Qualitätsdichte der zumeist regional vorselektierten Stutfohlen war enorm und machte es dem Richtertrio bestehend aus Bernhard Heistinger und Ludwig Köpf sowie Gastrichter Heinrich Becker aus dem hessischen Willingen nicht einfach. Oftmals waren es nur Nuancen, die die Spitzenfohlen von einander trennten und so war am Ende die Tagesform oder eine mehr oder weniger gelungene Präsentation der Fohlen entscheidend.
Von den 38 im Katalog verzeichneten Starterinnen stellten sich 34 der Konkurrenz, 16 konnten sich mit einer Endnote von mindestens 85 Punkten für den Endring qualifizieren. Unter ihnen Fohlen aus Thüringen, Hessen, dem Rheinland, aus Baden-Württemberg und in großer Zahl aus den Reihen des gastgebenden  Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter e.V.. Eine beeindruckende Vielfalt, die gleichermaßen für eine ausgewogene Qualität, als auch für einen breiten Konsens hinsichtlich des anzustrebenden Zuchtziels innerhalb der deutschen Zuchtgebiete steht. Als Beste der Besten wurden schließlich die Siegerinnen und Reservesiegerinnen beider Rassegruppen vor großem Publikum herausgestellt. Für die zu Recht stolzen Züchter und Züchterinnen ein ganz besonderer und hoffentlich nachhaltig in Erinnerung bleibender Moment.
Beginnend mit den Stutfohlen der Rassegruppe Edelbluthaflinger ging die erste schwarz-rot-goldene Schärpe an die Reservesiegerin mit der Katalognummer 6. Ein ausgesprochen großrahmiges, mit viel Linie und Bewegung ausgestattetes Fohlen aus der Zucht und im Besitz von Hermann Fischer aus dem bayerischen Söchtenau. Mit dem wahrscheinlich besten Schritt aller Endringfohlen schritt diese stattliche Werino-Tochter stets gelassen, taktrein und raumreifend an der Seite ihrer Mutter Peggy v. Aaron-B. Leichte Abzüge in der Korrektheit des Fundamentes vermochten das überaus harmonische  Gesamtbild kaum zu stören. Mit dem noch perfekteren Körperbau bei ansonsten gleicher Bewertung setzte sich schließlich eine Tochter des Prämienhengstes BKat-Nr. 12 Sieger SF EHA 31131648arrichello, ausgestellt von Klaus und Sandra Albrecht aus Huglfing, an die Spitze der Edelblutfohlen. Typstark, wie die Mutter Romina abstammend vom westfälischen Körungssieger Steintänzer und mit dem Antritt und der Bewegungsdynamik des Vaters versehen, begeisterte diese junge Dame Richter und Publikum gleichermaßen. Beeindruckend schon im Stand und noch einmal deutlich gewinnend in der Bewegung.
Ein im rheinischen Exil stationierter Bayer zeichnet bei den reingezogenen Haflingern gleich für die Top-Drei der Rangliste verantwortlich. Stano, seines Zeichens Süddeutscher Körungssieger 2011, wechselte direkt nach der Körung aus dem Stall von Karl und Maria Stadler im heimatlichen Ziemetshausen auf den Kiefferhof ins Rheinland. Über den Weg der künstlichen Besamung fand er offenbar auch in seiner Heimat großen Zuspruch und konnte mit diesem Hattrick beim Bundesdeutschen Fohlenchampionat einen ersten Achtungserfolg in seiner noch jungen Vererberkarriere setzen. Besonders gut gepasst hat offensichtlich die Anpaarung mit der bereits erwähnten Bundessiegerin Dina v. Nostradamus. Bereits mit der Tageshöchstnote 9,5 für den Rasse- und Geschlechtstyp bedacht, beeindruckte dieses überaus feminine Reservesiegerfohlen mit einem bestechend schönen Gesicht und einer im Trab ausgezeichnet getragenen Halsung. Den im Vergleich zur Mutter noch etwas verhaltenen Schritt konnte die ansonsten so ganggewaltigte Stano-Tochter vor allem durch den absolut taktreinen und stets bergauf gerichteten Bewegungsablauf im Trab kompensieren. Ein Fohlen, das insgesamt keine Wünsche offen ließ. Mit der höchsten Gesamtnote aller Starterinnen wurde letztendlich aber das Stutfohlen aus der ebenfalls hochdekodierten SP Diana S v. Weritas der Züchterfamilie Johann Söllner aus Raubling in Bayern bewertet. InKat-Nr. 25 Sieger SF Hafl. 31131885 der Bewegung noch etwas mehr durch den Körper gehend und mit der unglaublichen Fähigkeit ausgestattet, die Tritte im Trab offenbar beliebig verlängern zu können, setzte sich dieses überaus charmant auftretende Fohlen noch einmal entscheidend von der Konkurrenz ab. Ein makelloser Körperbau mit einer sehr gut konstruierten Hinterhand sowie ein wunderschöner Kopf mit wachem, großem Auge runden den Gesamteindruck hervorragend ab. Eine in allen Kriterien überzeugende Siegerin, zu der man allen Beteiligten nur gratulieren kann.
In Gänze haben wir bei den Stutfohlen einen sehr guten Jahrgang mit einer bemerkenswert breiten Spitze gesehen. Für die Stutbuchaufnahmen 2016  darf der gewonnene Eindruck durchaus optimistisch stimmen. In Zukunft wird es vermehrt darum gehen, diesen Qualitätsstand auch bei weiter sinkenden Bestands- und Fohlenzahlen zu verteidigen. Dabei muss neben den Ausstellungserfolgen, so wichtig und reizvoll sie auch sein mögen, die spätere Verwendung unserer Pferde immer im Mittelpunkt der züchterischen Entscheidungen stehen. Ein ausgeglichenes, freundliches Wesen der Pferde, welches dem späteren Reiter oder Fahrer einen vorbehaltlosen und angstfreien Umgang mit dem Partner Pferd ermöglicht, wird hier immer an erster Stelle stehen müssen. Auch wird ein raumgreifender, fleißiger Schritt von vielen Nutzern höher geschätzt als ein spektakulärer Trab. Gerade der letztgenannte Punkt erfährt heute bei vielen Kör- und Eintragungsbewertungen keine ausreichende Würdigung und bedarf der Korrektur.
Ein großes Lob gebührt abschließend allen Ausstellern für das tadellose Herausbringen der gezeigten Stuten und Fohlen. Gemeinsam mit dem Veranstalter haben sie diesem besonderen Event einen angemessenen und würdigen Rahmen gegeben.

Ergebnis Stutfohlen

Ideale Kombination

Dass das Deutsche Haflinger-Fohlenchampionat im Rahmen der Bundesstutenschau eine ideale Kombination ist, konnte man am Sonntagvormittag aufgrund des großen Zuschauerinteresses sehen. Für die Zuschauer ist es eben „wichtig“ zu sehen, welche Jahrgänge heranwachsen. Von besonderer Qualität waren in diesem Jahr die Hengstfohlen auf dem Endring der Kat-Nr. 49 Sieger HF EHA 31131585Haflinger und Edelbluthaflinger. Siegerfohlen der Edelbluthaflinger wurde mit Abstand ein Alabaster-Aachen-Sohn aus der Zucht von Martin Seidinger in Albaching. Ein typvoller, mit  besten Bewegungen ausgestatteter Hengstanwärter, der sehr selbstbewusst vor der großen Kulisse auftrat. Reservesieger wurden zwei punktgleiche Fohlen. Einmal wieder ein Alabaster-Sohn aus der Staatsprämienstute Peggy v. Nathian, aus der Zucht von Johann Mittermüller in Erharting. Dieser mit höchsten Noten im Typ bedachte Hengst stammt aus einer hocherfolgreichen Mutter, die bereits auf zahlreiche erfolgreiche Kinder verweisen kann. Dazu gesellte sich aus dem ersten Fohlenjahrgang des Siegerhengstes Stano, ein Hengstfohlen aus der Staatsprämienstute Uccella ll v. Nathian. Züchter ist Georg Siegmund aus Raubling. Dieses Fohlen mit einer hochinteressanten Abstammung kommt aus einem der besten Mutterstämme Bayerns und konKat-Nr. 60 Sieger HF Hafl. 31131806nte ebenfalls in allen Kriterien glänzen.
Bei den Haflingerhengstfohlen gab es zwei Sieger. Erneut  ein Stano-Fohlen aus der Staatsprämienstute Sowina v. Alabaster, aus der Zucht von Lothar und Christine Weiss aus Bad Reichenhall. Ein Fohlen, welches im Typ bei den Hengsten die Tageshöchstnote bekam und von vielen Hengsthaltern heiß umworben wurde. Punktgleich das tolle Hengstfohlen v. Blickfang aus der Staatsprämienstute Ashley v. Alpenstern aus der Zucht des Haflingerhofes Karlsbad. Dieser bereits sehr weit entwickelte Hengst hatte seine Höhepunkte in der Bewegung.Kat-Nr. 63 Sieger HF Hafl. 31131829
Als Fazit möchte ich sagen, dass es zu hoffen bleibt weiterhin die besten Edelblut- und Haflingerfohlen Deutschlands auf einer überregionalen Veranstaltung zu präsentieren.
Nachdem sich die Hengstfohlen auf den Regionalen Championaten und Auswahlterminen zu diesem erstmalig ausgetragenen Deutschen Fohlen-Championat qualifiziert haben, galt es nun diese schon mal gelungene Präsentation erneut unter Beweis zu stellen. Gratulation an das vorbildliche Herausbringen der Fohlen und die beispielgebende Präsentation.

Ergebnis Hengstfohlen

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