Der Tag der Deutschen Einheit – ein Tag der Fohlen

03. Oktober 2019

Das Stutenmilchgestüt Schwarz, das alljährlich Austragungsort des PZG-Freilaufcups ist, war auch in diesem Jahr wieder Ausrichter der Warmblut-Fohlenauktion der Pferdezuchtverbände Oberbayern und Schwaben e.V..
Die letzte Auktion des bayerischen Reigens findet traditionell am Tag der Deutschen Einheit in Mammendorf statt. Auf der Anlage von Familie Schwarz wurde die Auktion erfolgreich in den PZG-Freilaufcup integriert. Die Reitpferde- und Freilaufprüfungen sowie der Jungzüchterwettbewerb schaffen einen gutbesuchten Rahmen für die Schlussauktion in Bayern und somit die Möglichkeit für die Züchter, spätgeborenen Fohlen zu vermarkten.
Präsentation
Nachdem die Anlieferung und die tierärztliche Kontrolle abgeschlossen waren und die Fohlen sich von der Anreise erholt hatten, konnte die Präsentation in der herbstlich geschmückten Reithalle stattfinden. Der Verkaufsleiter des Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter e.V., Norbert Paul, ergriff das Mikrofon und stellte die Auktionsofferten der Reihe nach mit interessanten Pedigreeinformationen vor. Dabei zeigten sich die Fohlen stets von ihrer besten Seite und weckten schon einiges an Begehrlichkeiten. Dies bestätigte sich durch einen nicht endenden Interessentenansturm im Stallzelt, den die Züchter gerne bewältigten.
Auktion
Pünktlich um 16.15 Uhr eröffnete Beate Ruth, 3. Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Oberbayern e.V., die Auktion mit ein paar kurzen Worten und dem Dank an die Familie Schwarz für die Unterstützung in der Ausrichtung der Warmblut-Fohlenauktion. Auktionator Thomas Münch griff anschließend zum Rosenholzhämmerchen und begann die Versteigerung vor den prall gefüllten Rängen. Es sollte eine besondere werden, vor allem für Pferdewirtschaftsmeister und Fohlenaufzüchter Klaus Eisenmann aus Kirchenthumbach. Der Träger von zwei goldenen Reitabzeichen schlug in Mammendorf insgesamt fünfmal zu. Darunter war auch die phänomenale Preisspitze aus der Zucht von Helmut Feigl, Beutelsbach. Der überaus bewegungsstarke Nachkomme des Hengstes Franziskus, der unter Ingrid Klimke bereits den Weg in den Grand Prix-Sport geschafft hat, konnte schon auf der Fohlenauswahl in Postmünster überzeugen und erhielt dort mit hohen Noten die Fohlenprämie. Klaus Eisenmann erkannte das Potential des jungen Hengstes aus der Staatsprämienstute Gondelfahrt v. Florestano/Captain Incipit und erhielt bei 10.000 Euro den Zuschlag im spannenden Bieterduell. Seine Frau Ilona Eisenmann sicherte sich bei 4.800 Euro die zweitteuerste Offerte des Tages. Der dunkelfuchsfarbene, schicke Hengstanwärter v. Floricello/Chat qui Rit de L aus dem Züchterstall von Walter Schober, Arnstorf, besticht bereits jetzt mit deutlichem Hengstausdruck. Aller guten Dinge sind drei und so wurde auch das dritte mitgereiste Familienmitglied Eisenmann als Bieter und Käufer tätig. Alexa Eisenmann bewies, dass sie das Pferdegen ihres Vaters geerbt hat und kann nun den aufgeweckten Sohn des Rodrigoo VDL aus einer Call me number One-Mutter ihr Eigen nennen. Bei 4000 Euro ließ Thomas Münch das Rosenholzhämmerchen dreimal schlagen und erteilte somit den Zuschlag für das drittteuerste Fohlen.
Das einzige Stutfohlen der Kollektion, eine Tochter des Maracaná aus einer Acordelli-Mutter, gezogen von Alfred Sporer, Denklingen, und vorgestellt von Anneli Waldmann, Obermaiselstein, fand seine neue Heimat im Ländle bei Susanne Schmid in Zell u. A. Neben Baden-Württemberg und Kirchenthumbach in der Oberpfalz sind aber auch Schwaben und Niederbayern neue Heimatregionen der Mammendorfer Auktioniken.
Bei insgesamt 13 zugeschlagenen Fohlen konnte in diesem Jahr ein deutlich gesteigerter Durchschnittspreis von 4.192,31 Euro erzielt werden, womit Veranstalter und Züchter durchaus zufrieden sein können und guten Mutes in die Zukunft blicken.