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Rückblick Riemer Jungpferde Cup 2015

Das war der Riemer Jungpferde Cup 2015

Vom 30. April bis 3. Mai 2015 fand der Riemer Jungpferde Cup heuer wieder in seiner ursprünglichen, viertägigen Version auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem statt, nachdem er im vergangenen Jahr aufgrund von Terminüberschneidungen an zwei Tagen unter der Woche ausgetragen wurde.

In diesem Jahr gab es wieder über 1.000 Nennungen in 27 Prüfungen, die in 45 Abteilungen durchgeführt wurden, nur leider hatte der Wettergott diesmal insbesondere in den Springprüfungen kein Einsehen mit dem veranstaltenden Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V., der Reitakademie München e.V., den Teilnehmern und ihren Pferden. Mit Ausnahme des Samstags schüttete es täglich wie aus Eimern und setzte den gesamten Spring-Abreiteplatz unter Wasser. Nachdem der Prüfungsplatz über einen optimaleren Aufbau mit top Drainagen verfügt und kurz vor der Veranstaltung von der Firma Karl Heuschmid Benningen noch einmal aufgefrischt und bestens präpariert wurde, konnte er mehr Wasser aufnehmen und somit waren über alle vier Turniertage gute Prüfungsbedingungen gewährt. Großes Glück hatten die Dressurreiter, deren Abreite- und Prüfungsplätze unter Dach in der Neuen und der Olympia-Reithalle lagen.

Bayerische Doppelsiege im Viereck
Er kam, sah und siegte. Hermes, der 7-jährige Bayernwallach v. Hotline/Lanciano, aus der Zucht von Martin Niedermair und im Besitz von Hildegard Magdalena Riedmaier, siegte unter seinem ständigen Reiter Uwe Schwanz sowohl am Samstag in der M**-Dressur, als auch am Sonntag in der S* mit jeweils über 70 %. In der S* war es für den erfolgsverwöhnten Braunen heuer der zweite Sieg und in der M** bereits der Dritte nach Eicherloh und Wackersberg. Unter die ersten drei Platzierten schafften es in diesen beiden Prüfungen auch Ulrike Kick mit ihrem 8-jährigen Fuchswallach Chestnut Crown v. Cornet’s Crown/Landsieger I, gezogen von Lorenz Stiegler und im Besitz ihres Trainers Hans-Jörg Kaltenböck. Am Samstag landete das Paar mit 64,265 % in der M**-Dressur auf Rang drei und am Sonntag mit einer harmonischeren Vorstellung und 68,373 % auf dem zweiten Platz. Hinter Chestnut Crown reihte sich mit 66,508 % der Landbeschäler Ritz Carlton v. Rivero III/Pour Plaisir, vom Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger, unter seiner Ausbilderin Friederike Schulz-Wallner, auf Rang drei ein.
JPC_2015_BulgariDer amtierende Landeschampion und Süddeutsche Vizechampion der 3-jährigen Stuten und Wallache, Bulgari v. Balesteros/Londonderry, präsentierte sich in bester Kondition und konnte beim Jungpferde Cup nahtlos an seine Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Der 4-jährige Fuchswallach aus der Zucht von Anton Schindele jun. und im Besitz von Stefanie Weihermüller, siegte am Donnerstag in der Dressurpferde-A unter Sebastian Horler mit 8,1. Den zweiten Sieg an diesem Wochenende holte sich Bulgari in der Reitpferdeprüfung am Sonntag, wiederum unter Sebastian Horler, mit einer überragenden Endnote von 8,4. Sie war eine Sichtungsprüfung zum Süddeutschen Championat in Nördlingen und in dieser wichtigen Prüfung erhielt Bulgari im Trab, Galopp, Schritt und Gebäude jeweils eine 8,5.
In der Platzierung der Dressurpferdeprüfung der Klasse A am Donnerstag gab es auch ein Wiedersehen mit ein paar alten Bekannten. Rang zwei belegte mit 8,0 die amtierende Landeschampionesse der 4-jährigen Stuten und Wallache, Elysee v. L’Espoir/Ehrentanz I. Bei der bewegungsopulenten Stute aus der Zucht und im Besitz von Ludwig Fischer vom Gestüt Greim, wurde der Reiter gewechselt und sie ging in München unter Franz Trischberger an den Start. Rang drei belegte der Boston-Donnerhall-Sohn Don Boston unter Katharina Birkenholz mit 7,9. Der Fuchshengst war 2013 Reservesieger Dressur der Süddeutschen Hengsttage in München-Riem und wechselte dort im Rahmen der Auktion in den Besitz seiner Reiterin.
In der Pony-Reitpferdeprüfung, die zugleich eine Sichtung zum Bundeschampionat in Warendorf war, gab es ebenfalls einen bayerischen Sieg. Der bayerische Körsieger von 2014, Lettenhofs Earl of Love v. Dörnberg’s Erimon II/Diamond Rum, gezogen und im Besitz der Familie Anselstetter vom Reitponygestüt Lettenhof und vorgestellt von Annalena Anselstetter, holte sich mit 7,8 die goldene Schleife.

Nymphenburg’sches Dressurfestival
Bereits seit vielen Jahren ist das Gestüt Nymphenburg, im Besitz von Helmut Freiherr von Fircks, ein sehr gern gesehener Gast und großzügiger Sponsor des Riemer Jungpferde Cups. Das Bereiter- und Pflegerteam des niedersächsischen Gestüts reist alljährlich mit einer ganzen Armada von etwa 20 Dressurpferden an und gastiert bis zur Pferd International in den Stallungen des Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter e.V. In den nicht-süddeutschen Abteilungen stellten sie zuweilen die Hälfte der Teilnehmer und holten bei 30 Starts, von der Reitpferdeprüfung bis zur S*-Dressur, insgesamt vier Siege und 14 Platzierungen.

Bayern souverän im Parcours
In nahezu allen süddeutschen Abteilungen standen in der Siegerehrung Pferde aus bayerischer Zucht an der Spitze und oftmals hatten sie sogar höhere Wertnoten als ihre Kollegen in den nicht-süddeutschen Abteilungen. Ein Beweis für die hohe Qualität der Pferde, aber auch ihrer Reiter und Ausbilder. Im Springen gehörte der 5-jährige Bayernwallach All Star v. Acantus/Casander, gezogen von Robert Lindner, im Besitz von Max Kühner und vorgestellt von Philipp Lindner zu den Abräumern. Am Freitag wurde er in der Springpferdeprüfung der Klasse M* mit 7,7 Zweiter hinter Michael Eichler und Malte v. Monte Bellini/Kolibri. Am Sonntag wurde er in einer weiteren Springpferde-M* Dritter und konnte zudem am selben Tag die Spezialspringpferdeprüfung der Klasse L mit zwei Phasen souverän für sich entscheiden. In der ersten Phase blieb er fehlerfrei und in der zweiten erhielt er mit 8,8 die höchste Wertnote des Turniers. Rang zwei belegte hier mit 8,3 die Bayernstute Ariane v. Aperol/Calido II, gezogen und im Besitz des Gestüts Jennissen und vorgestellt von Julie Fiatte vor Maximilian Schmid und der 6-jährigen Wannabe mit 8,1. Die Tochter des Chat qui Rit de L, aus einer Mutter von La Pilot, gezogen von Leonhard Schwaiger und im Besitz von Walter Schmid, holte sich nicht nur am Sonntag die weiße Schleife in der Spezialspringpferdeprüfung, sondern konnte auch am Freitag die Springpferdeprüfung der Klasse L mit 8,4 gewinnen. Wannabe kam bereits Anfang 2013 zum Anreiten ins Ausbildungs- und Leistungsprüfungszentrum des Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter e.V. auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem, wo die damals 4-Jährige auf ihre Leistungsprüfung auf Station vorbereitet wurde und diese erfolgreich mit 7,32 absolvierte.
Erfreulich waren die zwei zweiten Plätze des 5-jährigen, gekörten Hengstes Bachelor v. Baccaccio/Lanciano, aus der Zucht von Manuela Bauernfeind und im Besitz von Hans Horänder, unter Lawrence Greene in den Springpferdeprüfungen der Klassen L und M mit jeweils 8,3.
Bestes bayerisches Pferd in den Springprüfungen der Klassen M* und M** war Casinos Rubin v. Casinos/Quidam’s Rubin, gezogen und im Besitz von Fritz Honold und geritten von Benjamin Honold. Der Wallach belegte in einer fehlerfreien Runde am Freitag in der M* den dritten und am Samstag in der M** mit einem ebenfalls fehlerlosen Ritt den zweiten Platz hinter Dornadello v. Dornado/Fighting Alpha und Amelie Sand. Rang drei ging hier ein weiteres Mal an Maximilian Schmid, diesmal mit der 8-jährigen Bayernstute Claire de lune v. Canto/Cor de la Bryere, aus dem Züchterstall seiner Mutter Eva-Maria Schmid. JPC_2015_Siegerehrung_FRB
Einen herausragenden Erfolg konnte unser Auszubildender Martin Schutza verbuchen, indem er seinen Sieg vom Vorjahr wiederholte und mit der von seiner Mutter Andrea Schutza gezogenen, DSP-Stute Estrell v. Corea/Rutowski, erneut die Springprüfung der Klasse M* am Freitag für sich entschied.
Für beste Stimmung und spannenden Sport sorgten am Samstag die Ponyreiter in den beiden Ponyspringprüfungen, davon eines mit Stechen. Schnell wie der Wind flitzten die Ponys durch den Parcours und lieferten sich ein packendes Stechen. Teamgeist war schließlich am Samstagnachmittag in der Mannschafts-Springprüfung der Klasse A* um den Preis der LVM-Versicherung gefordert. Den knapp 60 cm großen Wanderpokal durfte schließlich das Dreierteam des Schweizer Hofs 2 mit nach Hause nehmen.

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