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Bericht Landesschau 2015

Nach den beeindruckenden Veranstaltungen 2013 und 2014 war es in diesem Jahr die dritte Landesschau auf dem herrlichen Gelände in München-Riem, welcher ich (Martin Spoo, Zuchtleiter des Rheinischen Pferdestammbuchs) als Richter und Berichterstatter beiwohnen durfte. Das eindrucksvolle Zentrum mit der Vielzahl der Möglichkeiten begeistert Jahr für Jahr, eine ideale Zentrale der facettenreichen bayerischen Pferdezucht.

Am ersten Veranstaltungstag stand die Kaltblutkollektion im Mittelpunkt des Interesses. Die Tradition, die enge Verbundenheit zu den Pferden ist ein besonderes Merkmal der bayerischen Kaltblutzucht, die sich nicht umsonst weit über die Grenzen hinaus einer großen Beliebtheit erfreut. Gerade wenn man einige Jahre das Geschehen verfolgen kann, zeigt sich ganz deutlich, mit welcher Passion und welcher Hingabe im Kaltblutbereich agiert wird. Die mustergültige Präsentation sowie die geradezu professionelle Darstellung durch einige ganz besonders versierte Vorführer lohnt die Investition.
54 Stuten stellten sich der Kommission, die fachkundige Richtergruppe, angeführt von der Zuchtleiterin Cornelia Back, war hochkarätig besetzt mit Josef Erhart, Heinrich Gschmeissner und Hans Hofmann, die mit ihrem langjährigen Erfahrungsschatz Garant für fundierte Entscheidungen sind.

Ergebnis Endring 2015
Ringergebnisse

Zwölf Stuten gelangten nach intensiver Begutachtung in den hochklassigen Endring, besonders herausgestellt wurde dann noch einmal die bewegungsstärkste Stute der Schau sowie die drei Sieger- und Reservesiegerstuten, die in diesem Jahr, wie schon in den Vorjahren, ganz außergewöhnliche Qualität repräsentierten.
Grundsätzlich war ein breit gefächertes Spektrum auszumachen, vom mittelrahmigen bis zum im obersten Maß stehenden Pferd gab es Süddeutsche Kaltblüter in der Kollektion, bewegungsmäßig gab es nur ganz wenige Stuten die nicht vollständig überzeugten. Auch im Schritt, ganz wesentlich für die Rasse Süddeutsches Kaltblut, fast ausnahmslos dynamisch gehende, in sich fleißige Stuten, deren Eigendynamik und Frische im Schritt Hinweis auf richtige Selektion gezogen sind. Wie auch bei fast allen anderen Schauen fallen heute die Stuten auf, die nicht in mustergültigem Gesamtzustand erscheinen, früher fielen die besonders gut herausgebrachten Stuten auf, was heute wie angesprochen Standard ist. Die Schauvorbereitung hat sich sehr verbessert, die Stuten perfekt eingemustert und insgesamt muss man feststellen, dass die mentale Stabilität der Pferde bis auf ein, zwei Ausnahmen flächendeckend gegeben ist.

26 Siegerstute_Fuerstin v. Salvator II 21151045_HFSiegerstute 2015 wurde die großrahmige, typbedeutende Fürstin v. Salvator II/Vandino, aus dem Züchterstall und im Besitz von Josef Bachmair au26 Siegerstute_Fuerstin v. Salvator II 21151016_HFs Rottach-Egern. Die bedeutend auftretende Dunkelfuchsstute mit herrlichem, hellen Langhaar erhielt Höchstnoten im Typ, im Schritt und in der Dynamik. Die im Familienbetrieb mit viel Liebe und Sorgfalt vorbereitete Siegerstute entspricht in allem dem gewünschten Zuchtziel. Mit einem Maß von 1,66 m geradezu ideal, war sie in ihrer Frische und Gesamtdarstellung stets ein Blickfang. Die Zuchtstätte Josef Bachmair aus Rottach-Egern konnte schon im letzten Jahr mit der zweiten Reservesiegerstute, der Monarchin v. Samuel, ein herausragendes Stutenmodell präsentieren.  Fürstin ist noch großliniger, noch bedeutender und noch präsenter als die im letzten Jahr nachhaltig gefallende zweite Reservesiegerstute.

17 1. Reserve_Elke v. Salvator I 21151098_HFErste Reservesiegerstute im hochklassigen Endring wurde die großrahmige Salvator I-Tochter Elke, auch diese Stute ist ein Dunkelfuchs mit hellem Langhaar, gezoge17 1. Reserve_Elke v. Salvator I 21151091_HFn aus der Elena v. Vandino. Schon die Mutter der ersten Reservesiegerstute, Elena, mit herausragender Prüfung, großartiger Zuchtleistung und erstklassiger Benotung eine Empfehlung, Salvator I sowie sein Vollbruder Salvator II prägen die Gesamtschau nachhaltig. Züchter und Besitzer der ersten Reservesiegerstute ist Alois Marchl jun. aus Rinchnach. Die im Typ faszinierende Stute zeigte den gewünschten Bewegungsablauf und einen in jeder Phase sicheren und stabilen Schritt.

47 2. Reserve_Magdalena v. Salvator II 21151126_HFDie zweite Reservesiegerstute entstammt der Erfolgszucht von Xaver Büchl aus Rottach-Egern, der mit seiner Michaela v. Samuel im letzten Jahr die vielbewunderte47 2. Reserve_Magdalena v. Salvator II 21151122_HF Siegerstute stellen konnte. Auch die in diesem Jahr präsentierte Magdalena v. Salvator II/Dirnstein überzeugte nachhaltig und unterstreicht den Wert des Stutenstammes. Magdalena vielleicht im Gesicht nicht ganz so ausdrucksvoll wie die letztjährige Siegerstute, ansonsten aber mit einem makellosen Körper, einer erstklassigen Oberlinie und exzellenter Bewegungsmechanik, vor allem auch im Schritt mit viel Grundfleiß und sehr gutem Ausdruck immer wieder für sich einnehmend.
Die Dunkelfüchse 2015, ein herausragendes Spitzentrio mit allen Vorzügen, die deutlich machen, warum der Süddeutsche Kaltblüter nach wie vor viele begeisterte Anhänger hat.

29 Bewegungssieger_Henriette v. Silvester 21150986_HFBeste Bewegungsstute 2015 wurde die Silvester-Schwarz-Weiss-Tochter Henriette, aus der Zucht und dem Besitz von Kaspar Mair jun. aus Weyarn. Die Stute bestätigte 29 Bewegungssieger_Henriette v. Silvester 21151025_HFihren Titel bei der Siegerrunde noch einmal nachhaltig. Abdruck, Dynamik und Kraftentfaltung aus dem Hinterbein in Perfektion, dabei großrahmig und typbedeutend, auch hier ein herausragendes Stutenmodell mit allen Vorzügen.
Die vier besonders herausgestellten Stuten, ausnahmslos aus dem Jahrgang 2012, also 3-jährige, weit entwickelte Zukunftsmodelle mit dem hohen Anspruch die Zucht zu verbessern und positiv zu beeinflussen.

Martin Spoo
Zuchtleiter des Rheinischen Pferdestammbuchs

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