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Rückblick 2013

Gestütsschau mit Kaltblut & Haflinger Festival


Toller Sport und ein abwechslungsreiches Schauprogramm bot sich den rund 3.400 Zuschauern beim diesjährigen Kaltblut und Haflinger Festival am 7. und 8. September 2013 im Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger.
An beiden Tagen fanden die Fahr- und Reitwettbewerbe für Süddeutsche Kaltblüter, Haflinger und Edelbluthaflinger bei bestem Kaiserwetter statt und lockten zahlreiche Besucher nach Ohlstadt. Neben den vielen Pferden wurden auch ein paar Nutztierrassen ausgestellt, darunter Steinadler, der amtierende Sieger des Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes 2012 in München, ein genetisch hornloser Fleckvieh-Bulle. Er wurde im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger gezogen und befindet sich inzwischen im Besitz der Bayern-Genetik GmbH in Grub, die dieses Prachtexemplar auch ausstellte. In einem Gewinnspiel galt es sein genaues Gewicht zu schätzen. Diese Aufgabe führte immer wieder zu unzähligen Spekulationen und Fachsimpeleien über die mögliche Lösung des Rätsels. Im Rahmen des Schauprogramms wurde schließlich verkündet, dass Steinadler ein Gewicht von 1.290 Kilogramm auf die Waage bringt.

Starker Fahrsport
Wie in den vergangenen Jahren wurde auch beim diesjährigen Festival der Fahrsport wieder groß geschrieben. Den Auftakt machten am Samstagvormittag die Kaltblüter mit einem Einspänner-Hindernisfahren, dem ersten Teil der kombinierten Prüfung, für alle Einzelstarter und die Genossenschaftswertung. Nachdem dieses fast alle erfolgreich absolvierten, schloss sich am Nachmittag der zweite Teil, ein Geschicklichkeitsparcours mit Schwachholz für Einspänner an. Der Sieg ging hier in der Einzelwertung an Thomas Kapfenberger mit seiner Kaltblutstute Julia, vor Christian Kotz mit Sangria und Rupert Paul mit Grace Kelly. Den Team-Sieg holte sich die Kaltblutzuchtgenossenschaft Rosenheim vor der PZG Murnau-Weilheim und der PZG Schwaben Süd. Für das Sieger-Team gingen Rupert Paul mit Grace Kelly, Andreas Weyerer mit Pia und Sebastian Grandauer mit Emma an den Start.
Flotte Runden gab es auch bei den Ein- und Zweispänner-Geschicklichkeitswettbewerben für Haflinger. Den Sieg mit dem Einspänner holte sich Alexander Rummelsberger mit seiner Stute Gunda vor Elke Köpplinger mit Alonso und Bernd Brünner mit Silvretta Willi. Im Zweispänner-Wettbewerb teilten sich Karl und Thomas Weber das Gespann mit den beiden Haflingern Orka und Greta und belegten mit souveränen und schnellen Runden die Plätze eins und zwei. Auf Rang drei landete Richard Spieß mit seinen beiden Stuten Tamara und Pia.
Kaltblut 4er Zug Grandauer 3413005.jpgDas Highlight am Sonntagvormittag waren neben dem sehr gut besuchten Feldgottesdienst mit anschließender Pferdesegnung, die beiden kombinierten Hindernis-Fahrwettbewerbe für Vierspänner. Als Vorbereitung auf diese Wettbewerbe wurde bereits am Dienstag vor der Veranstaltung unter der Leitung von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger ein Fahrtraining in Schwaiganger angeboten, um das sichere und korrekte Durchfahren der Geländehindernisse zu üben. Bei beiden Rassen gingen jeweils sechs Gespanne an den Start. Als besonders knifflig entpuppte sich das Wasser, dessen spiegelnde Oberfläche manche Vorderpferde irritierte und dafür sorgte, dass das eine oder andere Gespann dieses Hindernis nicht auf Anhieb fehlerlos meisterte. Den Sieg bei den Kaltblütern holte sich schließlich Sebastian Grandauer mit seinen vier Stuten Grace Kelly, Emma G, Pandora G und Fabiola G. Platz zwei ging an Karl Holl mit Heidi, Atlanta, Ida und Helga und der dritte Rang an Rupert Paul mit dem Siegergespann von Sebastian Grandauer (Grace Kelly, Emma G, Pandora G und Fabiola G).
Bei den Haflingern holte sich der turniererfahrene Lorenz Weinmeyer mit seinen vier Pferden Anderl, Avalon, Norlano und Nugat die goldene Schleife. Platz zwei belegte Thomas Weber mit Orka, Greta, Nico und Anderl, Rang drei ging an den amtierenden Oberbayerischen Meister im Zweispänner, Florian Felsl, mit Sacre Coeur, Nicos, Armena und First Lady. Alle Teilnehmer der Fahrwettbewerbe am Sonntag wurden im Rahmen der Gestütsschau geehrt. Die beiden Sieger erhielten als Sonderehrenpreis von der Firma iWest eine Einladung zu den Fahrwettbewerben in der Schleyerhalle bei den Stuttgart German Masters.


Springende Kaltblüter
Bei den Geschicklichkeitswettbewerben im Reiten für Kaltblüter und Haflinger, zeigten die Reiterinnen und Reiter starke Leistungen. In beiden Wettbewerben galt es einen Parcours mit sieben Hindernissen, darunter ein Stangen-L, Flatterbänder, eine Plane und ein kleines Hindernis, zu bewältigen und fast alle Reiter absolvierten die gestellten Aufgaben schnell und fehlerlos. Vor allem die Kaltblüter bewiesen, dass sie den Haflingern in Tempo, Geschick und Springvermögen in nichts nachstehen. Den Sieg beim Süddeutschen Kaltblut holte sich Verena Lang mit dem gekörten Dunkelfuchshengst Vodka. Sie erhielt die volle Punktzahl und hatte mit 86,6 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit. Platz zwei ging mit ebenfalls voller Punktzahl in einer Zeit von 95,2 Sekunden an Andreas Weyerer jun. mit seiner Stute Pia. Rang drei belegte Sabine Büchl mit der Stute Hanni. Die beiden hatten ebenfalls alle Punkte in einer Zeit von 101,9 Sekunden. Bei den Haflingern siegte Mandy Meyer mit dem Hengst Aladin mit voller Punktzahl in einer Zeit von 104,7 Sekunden. Die Plätze zwei und drei belegten Nadine Spieß mit Tamara in 114,7 Sekunden und Susanna Rummelsberger mit Buddy in 115,5 Sekunden.


Große Gestütsschau
Bei dem Schauprogramm am Sonntagnachmittag wurde heuer als Premiere erstmals die Gestütsschau des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger in das Kaltblut & Haflinger Festival eingebettet und sowohl Schaunummern mit Warmblütern als auch mit Haflingern und Kaltblütern gezeigt. Als Moderatoren wechselten sich Landstallmeister Dr. Eberhard Senckenberg und Hans Schiller, Rassebeiratsvorsitzender der Haflinger ab.
Den Auftakt machten die Priener Goaßlschnalzer, bevor es mit der Dressurquadrille des Haupt- und Landgestüts weiterging. Nach der Siegerehrung der Vierspänner-Wettbewerbe wurden alle frisch gebackenen Bundessieger und –siegerinnen der Rassen Süddeutsches Kaltblut, Haflinger und Edelbluthaflinger an der Hand, unter dem Sattel und vor der Kutsche präsentiert. Insgesamt stellte Bayern in diesem Jahr 13 Bundessieger und Bundes-Reservesieger, von denen elf dem Publikum in Schwaiganger ihre Aufwartung machten. Auch der ZLF-Sieger von 2012, der Zuchtbulle Steinadler, bekam seinen Auftritt. Immer wieder spektakulär sind die Vorführungen der Reiter der Ungarischen Postquadrille, die in der Pferdeszene längst jenseits der bayerischen Grenzen bekannt sind. Diesmal waren zwar nicht alle zwölf Postreiter da, aber die fünf Anwesenden wussten auch so für genügend Stimmung zu sorgen.
Anschließend brachten zwei Traktoren zwei hochkant aufgestellte Quaderballen in die Bahn, über die der bis zur Klasse S erfolgreiche, Schwaigangerer Warmbluthengst Acolydor mit seinem Reiter Christof Göbel förmlich flog. EinRivero II 3413658.jpg eigenes, ganz besonderes Schaubild widmete das Haupt- und Landgestüt seinem Top-Vererber Rivero II, der im April diesen Jahres 20 Jahre alt wurde. Mehrere Stuten mit Fohlen, darunter auch ein Fohlen aus einem Zuchtversuch mit einer Süddeutschen Kaltblutstute, einige Töchter und drei aktuell im Sport, bis zum Grand Prix siegreiche Nachkommen wurden vorgestellt. Die drei Dressurpferde waren die 12-jährige Stute Wolke sieben unter Friederike Schulz-Wallner, der 14-jährige Wallach Rolex unter Susanne Moosreiner sowie der 9-jährige Riverman unter Ursula Schulkowsky, die dem Publikum auf höchstem Niveau präsentiert wurden.
Sehr schön anzusehen war die Haflinger- und Kaltblut- Reit- und Sulky-Quadrille mit Hengsten aus Schwaiganger und mehreren Privatställen. Ein weiteres Highlight der Gestütsschau war das bayerische Bierwagenderby, bei dem jeweils zwei Brauereigespanne in einem kleinen Geschicklichkeits-Wettbewerb auf Zeit gegeneinander antreten mussten. Die Fahrer des Hofbräu München, der Karmeliten Brauerei Straubing, der Klosterbrauerei Ettal und der Aktienbrauerei Kaufbeuren lenkten ihre Vierspänner unter dem Beifall der Zuschauer souverän durch die Hindernisse. Mit einer Kollektion verkäuflicher Warmblüter und Haflinger sowie einem bunt gemischten Kutschenkorso ging es im Programm weiter. Gegen Ende der Schau sorgte Claus Luber mit seiner Haflingerquadriga ein weiteres Mal für Begeisterung bei den Zuschauern, als er seine vier Hengste im gestreckten Galopp über den Paradeplatz donnern ließ. Die freilaufende Herde des Haupt- und Landgestüts rundete schließlich die Gestütsparade ab.
Es war eine gelungene Premiere, doch das eine oder andere Schaubild war etwas langatmig, was einige Gäste leider dazu veranlasste, nicht mehr bis zum Schluss zu bleiben. Alles in allem war es jedoch eine schöne, gelungene und abwechslungsreiche Veranstaltung, die den Haflingern und Süddeutschen Kaltblütern eine ideale Plattform bot und sich bei den Besuchern größter Beliebtheit erfreute.

Ergebnisse


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