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FN-Bundesstutenschau 2013

FN-Bundesstutenschau für Haflinger und Edelbluthaflinger 2013

Am 24. und 25. August 2013 fand auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem erstmals die gemeinsame FN-Bundesstutenschau der Rassen Haflinger und Edelbluthaflinger statt.
An diesem Wochenende fand sich die Creme de la Creme der deutschen Haflinger- und Edelbluthaflingerzucht in der bayerischen Landeshauptstadt ein. Insgesamt 133 Stuten im Alter von drei bis 14 Jahren kämpften am Samstag auf zwei parallelen Ringen um die Titel der Klassensiegerinnen und Klassenreservesiegerinnen. Diese Stuten durften schließlich am nächsten Tag im Endring um die Bundessieger- und Bundesreservesieger-Schärpen bei den Jung- und Altstuten konkurrieren. Am Samstagnachmittag wurden zudem die Sportwettbewerbe zur Ermittlung der Dressur-, Spring- und Fahrbetonten Bundessiegerinnen ausgetragen. Bei dieser FN-Bundesstutenschau stellte Bayern einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, dass es das Zuchtgebiet mit den meisten und besten Stuten im Bundesgebiet ist. Schließlich gingen neun von elf möglichen Titeln an Stuten mit dem Edelweiß-Brand.

Ergebnis Bundesstutenschau

Schaubericht Haflinger

Der im Jahre 2011 bereits hier in München-Riem mit beiden Rassen gemeinsam veranstalteten FN-Bundeshengstschau für Haflinger und Edelbluthaflinger, folgte jetzt die mit beiden Rassen parallel auf zwei Ringen ausgerichtete FN-Bundesstutenschau. Unter optimalen Bedingungen wetteiferten Auf der Olympia-Reitanlage insgesamt 55 Haflingerstuten und 78 Stuten der Rasse Edelbluthaflinger in bundesweiter Konkurrenz um die begehrten Klassensiegertitel und Bundessiegerprädikate.

Dina und Stelia sind die Bundessiegerinnen
Das Richten der 55 aufgetriebenen  Haflingerstuten erfolgte auf Ring 1 des Hufeisenplatzes, der dem nationalen züchterischen Großereignis einen sehr überschaubaren und angenehmen Rahmen bot. Mit viel Liebe fürs Detail war alles optimal vorbereitet und geschmückt und durch die parallele Anordnung der beiden Ringe war zudem gewährleistet, dass die zahlreich angereisten Besucher ohne Mühe das Geschehen bei beiden Wettbewerben interessiert verfolgen konnten. Die Ausschreibung der Bundesschau sah vor, dass die älteren wie auch jüngeren Stutenjahrgänge, nach Alt- und Jungstuten gestaffelt, in jeweils zwei Klassen gerichtet werden und je nach Auftriebsgröße eine entsprechende Anzahl von Ringen gebildet werden konnte.
Die älteren Stuten der Klasse 1.4, der 10- bis 14-Jährigen, boten mit zwei vorgestellten Ringen einen sehr glanzvollen und beeindruckenden Auftakt für den ersten Veranstaltungstag. Hier präsentierten sich die in der Zucht bereits bewährten und zum Teil hoch dekorierten Mutterstuten der deutschen Haflingerzucht. In dieser ersten Konkurrenz setzte sich die 14-jährige Novita v. Amethist van de Heksenketel, aus der Norena v. Nordstern, souverän an die Spitze. Diese, von Dr. Katja und Dr. Dietmar Paschke im baden-württembergischen Schwieberdingen gezogene, besonders typ- und ausdrucksstarke Stute, präsentierte sich in einer für ihr Alter phantastischen Kondition. Sie beeindruckte durch ihre moderne Aufmachung, die von langen Linien und großen markanten Partien geprägt war. Über eine sehr gute Dreiteilung und viele Reitpoints verfügend, bestach sie zudem mit sehr guten Bewegungseigenschaften, insbesondere im Schritt. Den Titel des Klassensiegers und die damit verbundene Auszeichnung durfte ihr Aussteller, Anouk Wächter aus Königsberg, in Empfang nehmen. Den Ib-Preis in dieser Altersklasse nahm der Züchter und Aussteller der 10-jährigen Pretty entgegen. Diese Klassenreservesiegerin ist eine Tochter des Asil, aus der Penny v. Wilson und wurde von Bernhard Heistinger in Garching/Alz gezogen, der sie hier auch ausstellte. Mit ihrer sehr guten Farbausprägung, der groß angelegten Schulterpartie und einer allerbesten Sattellage, wusste diese typstarke Stute sofort zu überzeugen und auch sie zeichnete sich durch hervorragende Bewegungseigenschaften, insbesondere im Schritt aus.
Kat-Nr. 23 Sieger Hafl. Altstute 31132503In der jüngeren Konkurrenz der Altstuten, Klasse 1.3, also der 6- bis 9-Jährigen, war der Gesamtauftrieb mit 18 Bewerberinnen etwas größer, so dass drei Ringe gebildet wurden. Aus diesem Gesamtlot ging der Ia-Preis und somit der Klassensieg an die Nostradamus-Tochter Dina, aus der Diana v. Winterstern, gezogen von Armin Berchthold in Schwarzenberg und ausgestellt von Barbara Müller aus Obermaiselstein. Diese 6-jährige Primadonna vereinigte die meisten Vorzüge in sich, die die Zuchtzielprojektion vorgibt. Vorzüglich präsentierte sie sich im gewünschten Rasse- und Geschlechtstyp. Beeindrucken konnten ihre Großrahmigkeit und die moderne Konstruktion bei allerbester Körperharmonie. Zudem war diese blonde Schönheit mit exzellenten Bewegungsqualitäten in den Grundgangarten ausgestattet. Sie überzeugte die Bewertungskommission außerdem mit ihren interieuren Eigenschaften, die in einem perfekten Zusammenspiel von einerseits hoher Aufmerksamkeit und Konzentration, großer Leistungsbereitschaft und energischer Dynamik in allen Bewegungsabläufen, wie auch andererseits durch große Ruhe und Gelassenheit zum Ausdruck kamen. All dies sind Eigenschaften, die sie offenbar auch dazu befähigten, eine ausgezeichnete Zuchtstutenprüfung nachzuweisen. Die 7-jährige Stute Navina, die Andiamo zum Vater hat und aus der bekannten Nina v. Apikal von Maria Stadler aus Ziemetshausen, gezogen wurde, konnte mit dem an sie vergebenen Ib-Preis innerhalb dieser Klasse 1.3 einen weiteren Medaillenrang auf dem züchterischen Erfolgskonto ihres Zuchtstalls verbuchen. Auch diese ausdrucksstarke und sehr edel anmutende, modern modellierte und auch sehr großrahmige Stute war von bester Körperharmonie geprägt. Im Bewegungsablauf, der auffallend dynamisch und kraftvoll abfußend war, gefiel ihre stets gute Aufrichtung und natürliche Selbsthaltung.
Bei den Jungstuten der Altersklasse 1.2, also den 4- bis 5-jährigen Stuten, waren auf zwei Ringen insgesamt 13 Starter in den Wettbewerb eingetreten. Zwei der 4-jährigen Stuten konnten hier die Schärpen als Sieger, beziehungsweise Reservesieger mit Kat-Nr. 43 Sieger Hafl. Jungstute 31132504nach Hause nehmen. Der begehrte Ia-Preis ging nach Baden-Württemberg an die Standing Ovation-Tochter Stelia. Diese Klassensiegerin wurde aus der Ashley v. Alpenstern von Yumina Watanabe in Karlsbad gezogen, die sie in München für den Aussteller, den Haflingerhof Michael und Volker Herrmann aus Karlsbad, selbst vormusterte. Hier präsentierte die Züchterin eine noble, mit großem Auge und sehr schönem Gesicht ausgestattete Mutterstute, die trotz ihrer am oberen Limit befindlichen Größe mit viel Körperharmonie und Typstärke brillierte. Ihre schöne Bergaufkonstruktion und die demonstrierte Qualität im Bewegungsablauf, der stets geregelt und schwungvoll entwickelt worden ist, sicherten ihr knapp den Vorsprung in dieser Konkurrenz. Dicht gefolgt ging der Ib-Preis und damit der Klassenreservesieg ins Zuchtgebiet Sachsen-Thüringen, an die Aurelius-Tochter Usmira, die aus der Uster v. William stammt und im Haflingergestüt Meura gezogen und zu Hause ist. Usmira fiel mit den Attributen einer sehr typvollen Mutterstute auf, die über genügend Tiefe und Rippung verfügt, mit viel Mütterlichkeit und weiblichem Charme aufwartet und diese Eigenschaften zugleich mit einer modernen Modellprägung und viel Sportlichkeit verbindet. Hier präsentierte sich eine sehr sympathische Stute, die mit einer energisch abfußenden und viel Last aufnehmenden Hinterhand auch bewegungsmäßig punkten konnte. Im Bewegungsablauf groß werdend, entwickelte sie einen sehr taktmäßigen und schwungvollen Trab sowie einen sehr fleißigen, geregelten, Raum gewinnenden Schritt.
Bei den jüngsten Teilnehmerinnen der Bundesstutenschau bildeten zwölf 3-Jährige auf zwei Teilringen die Konkurrenz. Hier behauptete sich die Stute Nativa, die den Hengst Nikora zum Vater hat und aus der Novelle v. Winterstein im Zuchtstall von Karl Stadler aus Ziemetshausen gezogen wurde, als Siegerin der Klasse 1.1. Diese große, mit viel Adel, Ausdruck und Aufsatz ausgestattete Stute, beeindruckte im Seitenbild durch eine lange, großzügige Linienführung und äußerst bedeutende Partien bei sehr guter Körperharmonie und Oberlinie. Das korrekte Fundament ist in seiner Substanz optimal passend zum Gebäude ausgebildet. Während sie ihre qualitätsvollen Bewegungseigenschaften im Schritt voll unter Beweis stellte, fiel die Präsentation des Trabes, offenbar durch die Tagesform beeinflusst, diesmal nur suboptimal aus. Dass sie hier noch mehr Potenzial hat, zeigte Nativa im Landeswettbewerb der diesjährigen Bayerischen Stutenschau, wo sie Landessiegerstute der 3-Jährigen wurde. Mit dem Ib-Preis der Klasse 1.1 wurde Rihanna ausgezeichnet. Sie ist eine Tochter des Aventurin, aus der Rianda v. Barrique gezogen. Ihre Züchterin und Ausstellerin war Katharina Huenerberg aus Doerverden. Als sympathische Jungstute und noch in der Entwicklung befindlich, spielte Rihanna ihren jugendlichen Charme und ihren sehr guten Rassetyp aus. Sie präsentierte sich stetig mit einer sehr energisch abfußenden Hinterhand und entwickelte damit viel Schwung im Trab, den sie zudem aktionsbetont vorstellte. Ein fleißiger und energisch abfußender Schritt rundete die sehr gute Gesamtqualität dieser Jungstute ab.
Nachdem die Sieger und Reservesieger der vier Altersklassen im Ergebnis des ersten Tages herausgestellt und für das Finale nominiert waren, galt es im abschließenden Wettbewerb am zweiten Veranstaltungstag jeweils die besten Alt- und Jungstuten zu küren und die Siegerschleifen der Bundesschau zu verleihen.
Bundessiegerstute Haflinger in der Altersklasse „Altstute“ der 6- bis 14-Jährigen wurde die 6-jährige Stute Dina v. Nostradamus, Mutter v. Winterstern. Ausstellerin war Barbara Müller aus Obermaiselstein. Bundesreservesiegerin wurde die 7-jährige Navina v. Andiamo/Apikal. Sie befindet sich im Besitz von Maria Stadler aus Ziemetshausen.
Den Titel Bundessiegerstute-Haflinger in der Altersklasse „Jungstute“ der 3- bis 5-jährigen Stuten, gewann die 4-jährige Stelia v. Standing Ovation/Alpenstern. Aussteller war der Haflingerhof Michael und Volker Herrmann aus Karlsbad. Als Bundesreservesiegerstute ausgezeichnet wurde die ebenfalls 4-jährige Usmira v. Aurelius/William. Sie wurde vom Haflingergestüt Meura vorgestellt.

Schaubericht Edelbluthaflinger

Es war wohl das absolute Highlight des Jahres für die deutschen Haflinger- und Edelbluthaflingerzüchter – die Bundesstutenschau in München-Riem. Erstmals wurden die Stuten der beiden Rassen Haflinger und Edelbluthaflinger, getrennt auf zwei nebeneinander liegenden Ringen gerichtet, in einer FN- Bundesstutenschau präsentiert. Dieses Novum, so war man sich am Ende der Veranstaltung einig, war ein voller Erfolg. Die Einbindung des Sports mit der Ermittlung der Bundessiegerstuten in den Disziplinen Dressur, Springen und Fahren, schafften die wichtige und zukunftsweisende Verbindung zwischen Zucht und Sport und rundeten die Veranstaltung ab.
Am Samstag wurden 78 Edelbluthaflingerstuten anhand ihrer äußeren Erscheinung und ihres Bewegungsablaufes durch die dreiköpfige Jury, bestehend aus Florian Solle, Zuchtleiter des Pony- und Pferdezuchtverbandes Hessen und Leiter des Landgestüts Dillenburg, Züchtervertreter Dietmar Noack und der Bayerischen Zuchtleiterin Cornelia Back, bewertet. Eingeteilt wurden die Stuten zuvor in verschiedene Altersklassen: 3-jährige Stuten, 4- bis 5-jährige Stuten, 6- bis 9-jährige Stuten sowie 10- bis 14-jährige Stuten. Die besten zwei Stuten jeder Klasse wurden herausgestellt, prämiert und am Sonntagnachmittag in der Gruppe „Jungstuten“, der 3- bis 5-Jährigen und der „Altstuten“, der 6- bis 14-Jährigen, beim großen Finale in Konkurrenz gestellt, um die jeweiligen Sieger- und Reservesiegerstuten zu ermitteln.
Kat-Nr. 79 Sieger EHA Altstute 31132512Zur Bundessiegerin der Altersklasse „Altstute“ wurde die 10-jährige Nitendo-Tochter Bella aus der Zucht von Petra Knoll aus Jengen gekürt. Diese Stute präsentierte sich mit sehr gutem Rasse- und Geschlechtstyp, einem trockenen, edlen Kopf, der viel weiblichen Charme versprüht, einer gut formierten Halsung und insgesamt großlinig und harmonisch im Körper. Herausragend waren auch die Bewegungsmöglichkeiten, stets dynamisch und im Gleichmaß. Eine typstarke Stute, die von ihrem Besitzer Richard Spiess aus Ingenried, bestens herausgebracht und in Topform zur Vorstellung gebracht wurde.
Zur Reservesiegerstute dieser Altersklasse erklärte die Kommission die 7-jährige, typvolle und mütterliche Overa K v. Niron/Silvano. Diese schön aufgemachte, mit gutem Fundament ausgestattete Stute stammt aus der Zucht und steht im Besitz von Johann Kappelsberger, der zu Recht stolz auf sein Zuchtprodukt sein kann. Ausgestattet mit einem vortrefflichen Schritt, mit viel Fleiß, bestechender Taktsicherheit und souveräner Gelassenheit, präsentierte sie sich an beiden Tagen der Schau.
Ebenfalls für den Endring qualifiziert hatten sich die von Anton Mayer in Bad Tölz gezogene, typvolle und schön modellierte Quintana M v. Aaron-B sowie die aus der Zucht des Haflingergestüts Meura stammende Berina v. Maestro/Nautilus.
Kat-Nr. 136 Sieger EHA Jungstute 31132509 Bundessiegerin der „Jungstuten“ wurde die exzellent herausgebrachte und in Szene gesetzte 4-jährige Diva S v. Weritas/Nathian aus der Zucht von Johann Söllner. Eine überlegene und in ihrer Aufmachung bestechende Stute, die wohl zu Recht den Titel Bundessiegerstute verdient hat. Mit ihrer energisch abfußenden, schwungvollen und mit viel Schub aus der Hinterhand ausgestatteten Trabmechanik, löste Diva S nicht nur bei der Richterkommission Begeisterung aus. Auch der Schritt war von überzeugender Qualität. Alles in allem eine überragende Stute, die hinsichtlich ihrer Bewegungsmöglichkeiten kaum Wünsche offen ließ.
Der Titel der Reservesiegerstute ging an die 3-jährige Nakuri-Tochter Ophelis LK aus der Ophelia v. Steinach. Diese typvolle, sportlich aufgemachte Stute bestach durch ihre Harmonie und Großlinigkeit im Körper und ihr trockenes, korrektes Fundament. In der Trabbewegung präsentierte sie sich elastisch mit viel Schwung und toller Mechanik, stets unter den Schwerpunkt fußend und in natürlicher Selbsthaltung. Diese in jeder Hinsicht qualitätsvolle Stute stammt aus der Zucht von Ludwig Köpf aus Schwangau.
Für den Endring qualifiziert, hatte sich neben der für Sachsen-Thüringen an den Start gehenden Ulita v. Wellington/Sandor, eine weitere bayerisch gezogene Stute: Alissa v. Weritas/Silvano aus der Zucht von Martin Brugger überzeugte durch ihre schicke Aufmachung und ihre lockeren und taktmäßigen Bewegungen.
Insgesamt wurden der Richterkommission viele hochkarätige Stuten präsentiert, es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit viel Emotionen und einem sensationellen Ergebnis für die bayerische Haflinger- und Edelbluthaflingerzucht.

Sportbericht Bundesstutenschau Haflinger und Edelbluthaflinger

Springen
Im Wettbewerb um die beste springbetonte Haflinger- oder Edelbluthaflingerstute Deutschlands, konkurrierten sieben Teilnehmerinnen. Die Parcoursgestaltung war bei idealen Bodenverhältnissen anspruchsvoll durch die Linienführung und die Höhe der Hindernisse. Es wurde rhythmisches Galoppieren in relativ hohem Grundtempo abgefragt und auch in den Wendungen mussten die Pferde sicher an den Hilfen stehen. Die Höhe der Hindernisse und die Distanz in der Kombination verlangte neben der energischen Einwirkung der Reiter auch eine hohe Leistungsbereitschaft und Mut der Haflinger. Als Kat-Nr. 4 Sieger Springen 31130964Siegerin und damit höchst benotete Stute dieses Wettbewerbs, ging die 13-jährige Naranga v. Amadeus Liz./Mithras, gezogen von Karl Stadler in Ziemetshausen und im Besitz von Martina und Michael Niedermair aus Leitershofen, hervor. Sie wurde von Ulrike Schachner vorgestellt und zeigte gleich als erste Starterin eine rhythmische, souveräne und fehlerlose Runde, die mit einer Wertnote von 8,2 belohnt wurde. Zweitbeste war Swara, eine 6-jährige Abucco-Nastral-Tochter, gezogen von Georg Wolter in Feldberger Seenland und im Besitz der Zuchtgemeinschaft Krug in Brüel. Sie wurde von Jessica Herbold vorgestellt und erhielt für ihre ebenso fehlerfreie Runde eine Wertnote von 7,4. Rang drei ging mit 7,1 an die erst 4-jährige Farina v. Wildbach/Nelfried, aus der Zucht und im Besitz von Josef Traurig aus Mainburg-Wambach. Vorgestellt wurde Farina von Regina Traurig. In diesem Jahr war die Besonderheit der Bundesstutenschau, dass die Ergebnisse aus Schau und Sport  addiert wurden, die Summe durch zwei geteilt wurde und sich aus diesem Wert schließlich das Endergebnis errechnete. Zur Bundessiegerin der Springbetonten Stuten avancierte Naranga, die zusammen mit ihrer Schaubewertung von 7,5 auf eine Durchschnittsnote von 8,2 kam.

Qualität und Gesamteindruck
Alle Pferde, die aus dem Parcours mit Wertnoten von 7,0 und besser hervorgingen, erfüllten die Anforderungen in vollem Maße. Bemerkenswert war der Ehrgeiz und vor allen Dingen die teils ideale Springmanier mit schnellem Bein und idealer Bascule der Pferde. Insgesamt war es eine klasse Demonstration für die hohe Reitqualität der Haflinger und ihrer Springanlage, die bei entsprechender Ausbildung sicher mühelos bis zur Klasse L reicht.

Dressur
In der Dressur war es mit 25 Pferden ein großes Starterfeld bei größtenteils hervorragend herausgebrachten Pferden mit guten Grundgangarten. Alle Pferde hatten einen ausgezeichneten Schritt sowie größtenteils schwungvolle und durchaus raumgreifende Trabbewegungen. Einige Pferde zeigten auch im Vergleich zu reinen Sportpferden, eine hervorragende, deutlich bergauf gesprungene und raumgreifende Galoppade mit bereits erkennbarer Versammlungsbereitschaft. Manche Stuten wurden leider etwas unter Wert präsentiert, weil die Reiterinnen sowohl in Sitz und Einwirkung, als auch mit der Aufgabenstellung überfordert waren. Auch hier lohnt sich eine Investition in die Ausbildung von Reiter und Pferd. Geritten wurde eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A, mit der Vergabe von fünf Teilnoten, die zu einer Endnote zusammengefasst wurden. Auch hier wusste die erste Starterin, die 14-jährige Novita v. Amethist van de Heksenketel/Nordstern unter Kathrin Kat-Nr. 1 Sieger Dressur 31131073Karosser, gleich vollends zu überzeugen. Mit Teilnoten bis 8,5 auf Rittigkeit und Gesamteindruck, kam sie auf ein Ergebnis von 8,1. Wenn sie im letzten Drittel gestartet wäre, wäre es gut möglich, dass das Ergebnis auch deutlich höher ausgefallen wäre, weil es die mit Abstand harmonischste und souveränste Runde in dieser Prüfung war. Ein großes Lob an die Reiterin. Nachdem man anfänglich etwas tief gestapelt hatte, lagen die weiteren Wertnoten sehr nahe beieinander und drei Stuten teilten sich mit 8,0 den zweiten Rang. Dies waren die 8-jährige Lara v. Wildbach/Ammersee, gezogen und im Besitz von Fritz Zint aus Rettenberg und vorgestellt von Simone Gruber, die erst 4-jährige Chiara v. Alibaba/Naxan, aus der Zucht von Konrad Hofer in Hopferau, im Besitz von Helmut Guggemos und geritten von Judith Fischer sowie die gleichaltrige Farina v. Alibaba/Santiago I, gezogen und im Besitz von Manfred Haiss in Balzhausen und präsentiert von Sandra Trüper. Den Titel der Dressurbetonten Bundessiegerin holte sich Novita, die zusammen mit ihrer Schaunote von 8,8 auf ein Endergebnis von 8,45 kam.

Kat-Nr. 41 Sieger Fahren 31132476

 

 

Bundessiegerin im Fahren wurde Rosella v. Weritas/Nanking, gezogen und im Besitz von Josef Singer aus Bad Feilnbach, an den Leinen von Kathrin Karosser.

 

 

 

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