Navigation 
Startseite  »  Aktuelles  »  Kaltblut & Haflinge…

Kaltblut & Haflinger Sport-Festival Schwaiganger 2014

Kaltblut- und Haflingerfestival

Zahlreiche Zuschauer verfolgten am 7. September 2014 im Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger bei strahlendem Sonnenschein die Sportprüfungen für Kaltblüter und Haflinger.

Nachdem das zweitägige Kaltblut & Haflinger Festival mit Showprogramm und Sportprüfungen in diesem Jahr ausgesetzt wurde, organisierte die Kaltblutzuchtgenossenschaft Murnau-Weilheim unter Federführung von Karl Holl und mit Unterstützung vom Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. und dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger ein eintägiges Sport-Festival für Haflinger, Edelbluthaflinger und Süddeutsche Kaltblüter. Zahlreiche Besucher fanden den Weg in das Haupt- und Landgestüt und verfolgten bei bestem Wetter die Reit- und Fahrwettbewerbe.

Spaß und Geschicklichkeit

Den Beginn des Kaltblut- und Haflingerfestivals machten die Geschicklichkeitswettbewerbe getrennt nach Haflinger und Kaltblut. Neben altbewährten Hindernissen wie dem Stangen-L, einem Flattervorhang und dem Hufeisenwerfen, hatten sich die Parcoursbauer dieses Jahr auch neue Herausforderungen ausgedacht. Ein mit Flatterband umzäunter Kreis musste passiert werden, ohne dass der Ball in der Mitte berührt wurde. Auch Basisübungen wie das Ab- und wieder Aufsitzen sowie Rückwärtsrichten wurden abgefragt. Alles in allem ein anspruchsvoller Parcours für Pferd und Reiter, welcher in vorgegebener Zeit absolviert werden musste. Kommentator Rolf Braem betonte immer wieder, dass nicht der Sieg im Vordergrund steht, sondern das Heranführen der zum Teil noch unerfahrenen Pferde an den Geschicklichkeitswettbewerb. Bei den Haflingern konnte Susanna Rummelsberger auf Buddy mit einer schnellen und fehlerfreien Runde den Pokal erringen. Der Wallach bewies, dass er aus der Geschicklichkeitsprüfung 2013 gelernt hatte und verbesserte sich mit einer Gesamtzeit von 117,60 Sekunden von Platz drei auf Platz eins. Auf dem zweiten Platz folgte Franziska Sendl auf Ars Vivendi mit einem Fehler und einer Gesamtzeit von 126,80 Sekunden. Den letzten Platz auf dem Siegertreppchen sicherte sich Nadine Spieß auf Haflingerstute Tamara in 143,60 Sekunden. Susanna Rummelsberger mit Buddy
Von Platz 3 (2013) auf die 1 (2014) – Susanna Rummelsberger siegte mit Buddy im Geschicklichkeitswettbewerb

Auch die Kaltblüter konnten dieses Jahr wieder beweisen was in ihnen steckt. Schnell, wendig und unerschrocken absolvierten die meisten Pferde den Parcours und machten auch vor der letzten Aufgabe, einem kleinen Sprung nicht halt. Den ersten Platz sicherte sich Thomas Kapfenberger mit Stute Rafaela mit der schnellsten Zeit bei den Geschicklichkeitsprüfungen, er brauchte nur 112,60 Sekunden. Andreas Weyerer (jun.) konnte mit Pia den zweiten Platz vom Vorjahr verteidigen und sicherte sich mit einer Zeit von 118,70 Sekunden auch in diesem Jahr den Pokal. Als drittschnellste absolvierte Johanna Manhart mit Bellinda den Parcours in einer Gesamtzeit von 143,80 Sekunden.

Andreas Weyerer jun. mit Pia
Andreas Weyerer jun. // Das Hufeisen brachte Glück – Zweiter im Geschicklichkeits-WB SK und erster Platz mit der Pferdezuchtgenossenschaft Rosenheim

Fahrsport eine Leidenschaft

Wie auch im letzten Jahr wurden im Rahmen des Festivals wieder zahlreiche Fahrprüfungen ausgeschrieben. Neben den Einzelwertungen im Ein-, Zwei- und Vierspännerfahren wurde auch wieder die Genossenschaftswertung ausgeschrieben. Den Sieg der Ein- und Zweispännerprüfungen der Haflinger konnte sich Erwin März mit den selbstgezogenen Pferden Hanna M und Noah M holen. Auch die Jugend zeigte was sie kann. Der 13-jährige Georg Siegmund (jun.) konnte mit Ucella vor dem Einspänner den zweiten Platz belegen. Den dritten Platz in der Einspännerprüfung belegte Alexandra Weigend mit Haflingerstute Rona. Die Plätze zwei und drei der Zweispännerprüfung der Haflinger sicherten sich Christian Hofstetter und Karl Weber.

Erwin März mit Noah und Hanna
Doppeltes Glück – Erwin März gewann mit Hanna M und Noah M das Ein- und Zweispänner Hindernisfahren

Georg Siegmund mit Ucella
Die Jugend gibt Gas – Georg Siegmund (jun.) errang den zweiten Platz im Einspänner

Bei den Kaltblütern konnte sich Bernd Brünner mit Leo im Einspänner mit einer fehlerfreien Fahrt und einer Gesamtzeit von 144,20 den Sieg sichern. Mit einer Zeit von 145,30 knapp dahinter, konnte Rupert Paul mit Grace Kelly G den zweiten Platz belegen. Sebastian Grandauer an den Leinen von Emma G legte mit 137,20 Sekunden die beste Zeit vor, fand sich aber aufgrund eines Fehlers auf Platz drei wieder. In der Prüfung der Zweispänner setzte Sebastian Grandauer auf die schon in der Einspännerprüfung gelaufenen Grace Kelly G und Emma G. Mit einer fehlerfreien Runde und der Bestzeit von 138,70 errang er den Siegerpokal. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Josef Bichlmair und Simon Hefele mit einem Abstand von nur 0,6 Sekunden.

Spannung im Gelände

Nach den Ein- und Zweispännerfahrten lockte das kombinierte Hindernisfahren die Zuschauer ins Gelände, wo Richter Helmut Meidert sie mit wissenswerten Anmerkungen durch die Prüfung führte. Ein kniffliger Parcours mit unter anderem einem Labyrinth aus Siloballen und der Durchfahrt durch das Wasser forderte die volle Aufmerksamkeit der Fahrer. Trotz 10 Strafsekunden, konnte Johannes Kirchberger mit den Pferden Norlando, Cindy, Nino und Summersby den Sieg mit einer unschlagbaren Gesamtzeit von 136,99 Sekunden einfahren. Platz zwei belegte mit einer Gesamtzeit von 150,03 Sekunden Karl Weber, welcher die, schon vom letzten Jahr erfahrenen, Haflinger Orka, Greta, Nico und Anderl angespannt hatte. Der Sieger aus 2013, Lorenz Weinmayr, fand sich, trotz fehlerfreier Fahrt, mit seinen Haflingern Nemo, Avalon, Norlano und Nugat, am Ende mit einer Zeit von 155,03 Sekunden auf Platz drei wieder.

Johannes Kirchberer
Schnell, schneller, Kirchberger – Johannes Kirchberger gewann die Prüfung im Vierspänner trotz einem Hindernisfehler mit 17,04 Sekunden Vorsprung

Die Kaltblüter demonstrierten dem Publikum beim Hindernisfahren zum einen wie präzise die Hindernisse durchfahren werden können, zum anderen jedoch auch welche Kraft hinter einem Gespann stecken kann. So wurden zweimal Siloballen beiseitegeschoben und Tonnen fielen um. Wie auch im Vorjahr konnte sich Sebastian Grandauer mit einer Bestzeit von 187,03 den ersten Platz sichern. Der Titelverteidiger hatte auch in diesem Jahr auf die, aus eigener Zucht stammenden, Stuten Emma G, Pandora G, Fabiola G und Fürstin G gesetzt. Den zweiten Platz belegte mit einer Zeit von 195,63 Sekunden Anton Rittel an den Leinen von Pamina, Lovo, Pepita und Moreno. Veranstalter Karl Holl sorgte für Gelächter, als er es nach einer fehlerfreien Runde vorzog mit den Stuten Heidi, Atlanta, Inka und Helga an der Ziellinie vorbeizurasen und somit eine Ehrenrunde zu drehen. Die damit verschenkte Zeit kostete Holl den Sieg und platzierte ihn mit einer Zeit von 195,66 Sekunden auf Rang drei.

Sebastian Grandauer
Hat das Erfolgsrezept – Sebastian Grandauer siegte im Vierspänner mit Kaltblütern aus der eigenen Zucht

Die Genossenschaftswertungen bestanden aus dem Ergebnis des Geschicklichkeitswettbewerbes und der Ein- und Zweispännerprüfung. Den Team-Sieg bei den Kaltblütern holte sich die Pferdezuchtgenossenschaft Rosenheim mit Andreas Weyerer (jun.), Rupert Paul und Sebastian Grandauer. Bei den Haflingern siegte das Team der Haflinger Loisachtal mit Nadine Spieß im Sattel sowie David Krause und Richard Spieß an den Leinen.

Kaltblüter und Haflinger zeigen Geschwindigkeit

Den krönenden Abschluss dieses ereignisreichen Tages machten die Haflinger- und Kaltblutrennen. Nach den Finalqualifikationen fanden die Finals mit jeweils drei Pferden statt. Bei den Haflingern hatten sich Sylvia Knoll, Susanna Rummelsberger und Franziska Sendl qualifiziert. Nach einem sensationellen Start setzte sich schnell der Schwaigangerer Landbeschäler Sandro Boy unter Knoll an die Spitze. Doch es kam anders als gedacht. Kurz vor dem Ziel schlossen Rummelsberger und Sendl zu Knoll auf. Ars Vivendi unter Franziska Sendl erreichte die Ziellinie als erstes und konnte so den Pokal erobern.

Haflingerrennen Finale 4
Knappe Kiste – Ein spannendes Finale lieferten Sylvia Knoll, Susanna Rummelsberger und Franziska Sendl (v.li.n.re.)

Bei den Kaltblütern starteten die drei, schon von der Geschicklichkeitsprüfung bekannten, Reiter Johanna Manhart, Andreas Weyerer (jun.) und Thomas Kapfenberger im Finale. Stets Kopf an Kopf, kämpften Manhart und Kapfenberger sich durch die zwei Finalrunden. Kurz vor dem Ziel machte Stute Belinda Johanna Manhart einen Strich durch die Rechnung und verweigerte am Ausgang. Zu Beginn der zweiten Runde etwas abgeschlagen, konnte Weyerers Stute Pia gegen Ende der Runde noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Sie lieferte sich einen Zweikampf mit Kapfenbergers Julia und landete letzlich auf dem verdienten zweiten Platz. Julia, bereits in den Ein- und Zweispännerprüfungen gestartet, gab in diesem Rennen noch einmal alles für Reiter Thomas Kapfenberger und sicherte so den Pokal.

Thomas kapfenberger
Siegertypen – Kaltblutstute Julia kämpfte bis zum Ende für Besitzer Thomas Kapfenberger

Auch ohne Schauprogramm war das Kaltblut & Haflinger Sport-Festival ein voller Erfolg. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll 2015 das Kaltblut- und Haflingerfestival wieder in gewohnter Weise stattfinden und auch den Sportbegeisterten Haflinger- und Kaltblutfreunden wieder viele Prüfungen bieten.

Folgen Sie uns auf Facebook
Newsletter-Anmeldung
Geben sie ihre E-Mail-Adresse ein, um unseren kostenlosen Newsletter zu erhalten.