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Eurocheval 2014

Bayern rockt Offenburg

Am 22. Juli 2014 machten sich zehn Kaltblutpferde, acht Haflingerhengste, insgesamt sechs Kutschen und 22 Pferdeliebhaber auf den Weg nach Offenburg zur Eurocheval. Eingeladen wurden der Pferdezuchtverband Oberbayern e.V. und das Team um Claus Luber, um das Süddeutsche Kaltblut und die blonden Südtiroler im täglichen Schauprogramm vorzustellen.

„Kaltblütler“ unter sich
Eurocheval 1Da man als solch große Gruppe, zusammengewürfelt aus allen Ecken Oberbayerns  keine Gelegenheit fand vorab zusammen zu trainieren, wusste im ersten Moment noch keiner so recht was auf ihn zukommt.
Nachdem dann am Anreisetag alle Pferde in den schönen Messeboxen versorgt waren, Geschirre, Sättel und Brotzeit in der großzügigen Sattelkammer verstaut waren und die vom Haupt- und Landgestüt Schwaiganger geliehenen Wägen ordentlich aufgereiht waren, setzte man sich in gewohnt bayerischer Manier bei einer Feierabendhalbe, Brotzeit und Musik zusammen und tauschte erste Ideen aus. Was dabei herauskam wurde sofort in die Tat umgesetzt, die Pferde eingeschirrt und gesattelt und es wurde ausprobiert was geht und was nicht. Doch in einem Punkt waren sich alle einig: unser Süddeutsches Kaltblut muss so vorgestellt werden, dass auch Messebesucher ohne Fachkenntnisse sofort erkennen sollten was unsere Pferde so besonders macht. Sportlichkeit gepaart mit Coolness, traditionell aber trotzdem modern, stark, dabei aber leichtfüßig – egal ob geritten, gefahren, stehend in der Ungarischen Post oder an der Hand vorgestellt.

Ständig wechselndes Programm
Eurocheval 2 Die folgenden vier Messetage  standen jeweils zwei Auftritte auf dem Programm. Jeden Morgen wurde beim Frühstück besprochen wie man die jeweiligen Programmpunkte gestalten wollte. Daraus ergab sich ein immer wechselndes Schaubild, wobei jeder Mitgereiste einen aktiven Part übernahm und die Pferde ihre wahre Vielseitigkeit zeigen konnten.
Angefangen vom Zwei- und Vierspänner, über Tandem und Einhorn, bis hin zum Random wurden alle Anspannungsarten gezeigt, in der Präsentation optisch perfektioniert durch die wunderschönen Kutschen vom Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. Unter dem Sattel wurde gezeigt, dass auch die „Dicken“ durchaus mit so manchen Warmblütern mithalten können, egal ob dressurmäßig geritten oder sogar beim Sprung über den Landesverband-Banner und die Bierbank. Ein weiterer Höhepunkt war natürlich die Ungarische Post, die in keinem der Programmpunkte fehlen durfte und ein Publikumsliebling war. Unsere „Post-Profis“ haben es aber auch richtig krachen lassen und ließen sich selbst einen Sprung über den Banner nicht nehmen. Auch die Fahrschule vom Sattel und das traditionelle Baumstammziehen in der Holzarbeit wurden gezeigt. Musikalisch untermalt wurde jeder Auftritt von unseren Goaßlschnalzern und Bernhard Thomas an der „Ziach“. Geschnalzt wurde entweder am Boden, im Sattel, auf der Kutsche oder sogar stehend auf dem Pferderücken. Als sportliches Highlight wurde jeden Tag noch ein Parallelrennen im Zweispänner gegen den amtierenden Schweizer Landesmeister gefahren. Am letzten Tag wurde dieses Rennen tatsächlich noch unter tosendem Applaus für Bayern entschieden. Fahrer waren hier Josef Kotz aus Schongau und „Schorschi“ Mayr aus Rottenbuch, die sich in der jeweiligen Position als Fahrer und Beifahrer in jedem Rennen abwechselten.

Blond besticht
Eurocheval 3Auch das Haflinger-Team um Claus Luber hatte einiges im petto. Mit seinen acht Hengsten zeigte die Truppe verschiedenste Anspannungen in der täglichen Top-Schau. Vom Ein- bis zum Vierspänner, ob sportlich vor dem Marathonwagen oder traditionell vor der Break eingespannt, gab es alles zu bewundern. Die blonden Jungs machten aber unter dem Sattel ebenso eine gute Figur und so zeigte unter anderem Teresa Krötz mit Abraham v. Arachon II wieviel Power und Springgewalt in diesen liebenswürdigen Ponys steckt. Claus Luber, welcher bereits das fünfte Mal in Offenburg vertreten war, gehört mit seinen Hengsten schon zum Inventar der Eurocheval. Sein Highlight und großer Publikumsmagnet ist und bleibt die Quadriga. Sobald er in die Arena einfährt und seinen Haflingern die Leinen hingibt, stockt jedem Zuschauer der Atem. Aber wer ihn und seine Jungs kennt, weiß, dass er alles im Griff hat. Spätestens wenn er seine vier nebeneinander gespannten Hengste rückwärts richtet, bricht auch der letzte verblüffte Zuschauer nach dem Innehalten in tosenden Applaus aus.

Einzigartige Atmosphäre
Neben den großartigen Rassepräsentationen am großen Ring, gab es in der Halle 1 nebenan ebenso etwas zu entdecken und vor allem zu lernen. An zwei Tagen wurde Elke Köpplinger mit dem gekörten Hengst Welano v. Weritas zu einer ganz besonderen Reitstunde eingeladen. Unter den Augen vieler Zuschauer bekam sie dort Reitunterricht von der Autorin und Dressurreiterin Isabell von Neumann-Cosel. Aufbauend auf ihrem Buch „Reiten kann man tatsächlich lernen“, zeigte sie mit kleinen einfachen Tricks, wie man das Pferd mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen auf den Reiter aufmerksam machen kann. Die beiden kleinen Unterrichtseinheiten hat beiden viel gezeigt und somit auch auf diesem Wege nochmals ein großes Dankeschön an die FN Ausbilderin und Richterin Isabell von Neumann-Cosel.
Das größte Highlight, neben dem Gala-Abend am Samstag, ist immer wieder der berühmte Fackelritt durch Offenburg. Mit einem Vierspänner, umrahmt von zwei Reitern, ging es durch die wunderbare Stadt im Dreiländereck bis hin zum Marktplatz, an welchem die einzelnen Gespanne durch die Moderatoren Wolfgang Kühlechner und Bruno Six vorgestellt wurden. Es ist immer wieder eine Freude daran mitzuwirken.

Hinter den Kulissen
Auch abseits der Showarena wurde viel Werbung für die bayerischen Pferde und den Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. gemacht. Sei es beim gemeinsamen Käsefondue mit den Schweizer Freunden oder dem gemütlichen Zusammensitzen mit den Österreichern, den Liebhabern der Bardigiano-Pferden, den Franzosen und den spanischen Reitern von Müllers Pferdeparadies.
Für eine hervorragende Organisation sorgten Bruno Six und Wolfgang Kühlechner. Unsere Teams wurden von beiden jederzeit unterstützt, was die Zusammenarbeit zu einem freudigen Erlebnis machte. Auch an das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger nochmals ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ für das zur Verfügung stellen der tollen Kutschen, welche ein richtiger Hingucker waren.

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